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  • AutorenbildMoritz Promny

Mit Prävention statt härteren Strafen gegen Jugendkriminalität

  • Steigende Zahlen erfordern dringendes Handeln

  • Präventionsarbeit an Schulen verstärken

  • Häuser des Jugendrechts flächendeckend errichten


Früher handeln statt später hart bestrafen – das ist der Ansatz der Freie Demokraten gegen die zunehmende Jugendkriminalität: „Die Jugendkriminalität ist im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent angestiegen. Das ist nicht nur Statistik. Die Zahl steht für das Leid, den Schmerz und die Angst, die durch diese Taten verursacht werden. Die Entwicklung erfordert ein dringendes Handeln“, erklärt Moritz Promny, innen- und bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, anlässlich der heutigen Plenardebatte. Die Freien Demokraten haben den Kampf gegen die Jugendkriminalität zu ihrem Schwerpunktthema der laufenden Sitzungsrunde des Landtags gemacht.

Eine Senkung der Strafmündigkeit sei der falsche Ansatz gegen Jugendkriminalität: „Wir Freie Demokraten wollen viel früher ansetzen, bevor jemand straffällig wird. Der Schlüssel dafür ist die Präventionsarbeit in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen“, betont Promny und benennt entscheidende Punkte: Ausweitung von Gewaltprävention, Demokratiebildung und Anti-Aggressions-Trainings, Vernetzung von Schulen, Jugendhilfe und Jugendämtern, Lehrkräftefortbildung im Bereich Jugendkriminalität, multiprofessionelle Teams als Ansprechpartner an Schulen, stärkere Medienkompetenz sowie ein Ausbau der Sozialarbeit auf kommunaler Ebene. 

Promny ergänzt: „Auf der anderen Seite müsse auch klar sein: Wer die Regeln des Rechtsstaats bricht, muss die Konsequenzen tragen. Das Rezept muss also lauten: so viel Repression wie nötig, so viel Prävention wie möglich. Dafür braucht es einen flächendeckenden Ausbau der Häuser des Jugendrechts. Sie sind vor allem in Marburg, Gießen, Limburg und Darmstadt dringend erforderlich.“ Die Häuser müssten unverzüglich errichtet werden. Eine Studie in Frankfurt habe gezeigt, dass diese Einrichtungen, deren Arbeit sich aus Repression und Prävention zusammensetze, die Rückfallquote junger Straftäter verringern.  

Die Freien Demokraten wollen auch die kriminalpräventive Arbeit in den Häusern des Jugendrechts stärken. „Durch ein standardisiertes Risikoscreening durch Polizei und pädagogische Fachkräfte können Kinder und Jugendliche, die besonders anfällig für kriminelles Verhalten sind, bereits in einem sehr frühen Stadium identifiziert werden. Dabei sollen die Lebensumstände der Kinder und Jugendlichen besonders berücksichtigt werden. Das ist aus polizeilicher Sicht entscheidend, um Kriminalität und Opferzahlen zu reduzieren. Gleichzeitig ist das Vorgehen aus pädagogischer Perspektive besonders effektiv, damit die Betroffenen ihr Verhalten ändern“, erklärt Promny.

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