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  • Moritz Promny

Klassen verkleinern, um Grundschulkinder besser zu fördern

  • Bessere Leistungen in kleinen Lerngruppen

  • Corona-Krise hat Unterstützungsbedarf verstärkt

  • Freie Demokraten fordern Metastudie

WIESBADEN – Die Freien Demokraten im Hessischen Landtag fordern kleinere Klassen in Grundschulen, um eine bessere individuelle Förderung der Jungen und Mädchen zu erreichen: „Mit der Gesellschaft werden auch die Grundschulklassen heterogener: Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund, Kinder mit und ohne besondere Förderbedarfe, bildungsprivilegierte Kinder sowie Mädchen und Jungen, die zu Hause nicht die notwendige Förderung erhalten, lernen gemeinsam. So wachsen die Anforderungen an die Lehrkräfte“, erklärt Moritz PROMNY, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten, anlässlich der heutigen, von den Freien Demokraten beantragten Debatte zur Klassenstärke an Grundschulen. Vor diesem Hintergrund ist er überrascht, dass die schwarz-grüne Koalition offenbar von ihrem im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben abgerückt ist, Grundschulklassen zu verkleinern. Das ergab die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Freien Demokraten (Drs. 20/5815)zum sogenannten Klassenteiler an Grundschulen.

Dabei habe die Corona-Krise den Unterstützungsbedarf vieler junger Schülerinnen und Schülern erheblich verstärkt, gibt Promny zu bedenken. „Diese Unterstützung muss außer durch Angebote in den Ferien auch durch eine Stärkung der Regelstrukturen in den kommenden Jahren geleistet werden“, fordert Promny. Er verweist auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das aufgezeigt habe, dass kleinere Klassen zu besseren Leistungen führten.

Um die im Koalitionsvertrag beabsichtigte bessere Förderung durch kleinere Klassen umzusetzen, sind nach Angaben der Landesregierung zusätzlich 10,5 Millionen Euro und knapp 133 Lehrkräfte nötig. „Das scheint trotz Fachkräftemangels nicht zu viel verlangt“, meint Promny. Für eine detaillierte Auswertung der Situation an Hessens Grundschulen fordert er nun eine Metastudie. „Die Grundschullehrkräfte haben in den vergangenen Jahren enorm viel gesellschaftliche Verantwortung geschultert. Sie brauchen dafür endlich die politische Unterstützung, die sie verdienen.“ Promny erinnert daran, dass die Verkleinerung von Klassen Eltern, Lehrkräften und Kindern versprochen wurde. Dieses Versprechen müsse die Landesregierung halten.

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