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  • AutorenbildMoritz Promny

Genderdiskussion lenkt von drängenden Problemen der Bildungspolitik ab

  • Sprechweise ist für Freie Demokraten Entscheidung jedes Einzelnen

  • Kulturkampf über Sternchen kommt zur Unzeit

  • Gendern sollte nicht in Bewertung einfließen


Moritz Promny, bildungspolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat vor einer weiteren ideologischen Aufladung der hessischen Abitur-Prüfungen durch die aktuelle Gender-Debatte gewarnt und für eine liberale Herangehensweise ans Thema Gendern geworben. „Für die jungen Menschen sind die Abiturprüfungen ein wichtiger Schritt in ihrem Leben und ihrer Bildungsbiografie, bei dem es darum geht, ihre Leistungen und ihre Hochschulreife unter Beweis zu stellen. Doch statt über die wichtigen Fragen der Bildung und des Leistungsniveaus streiten Konservative und Linksorientierte über Gendersternchen, -Gap und Glottisschlag. Dieser Kulturkampf hilft aber niemandem, sondern lenkt Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zur Unzeit vom Wesentlichen ab. Eine ernsthafte Debatte hätte der Minister besser zum Schuljahresbeginn gestartet, aber nicht kurz vor den Prüfungen“, kritisiert Promny anlässlich der heutigen Sondersitzung des Kultuspolitischen Ausschusses des Landtags. In der Sitzung soll auf Initiative der Grünen über das von der Landesregierung verhängte Genderverbot im Abitur diskutiert werden.

„Dass in der schriftlichen Prüfung dem Rat für deutsche Rechtschreibung folgend das offizielle Regelwerk ohne Sonderzeichen gelten soll, ist zumindest eine klare Vorgabe. In einer freien Gesellschaft sollte der und die Einzelne aber selbst entscheiden können, ob er oder sie gendern will oder nicht. Dazu gehört auch, die Sprechweise des jeweils anderen zu tolerieren, ohne eine ideologiegetriebene Debatte vom Zaun zu brechen. Wir Freie Demokraten wollen niemandem vorschreiben, wie er oder sie zu sprechen hat“, betont Promny. „In den Abiturprüfungen sollten durch Gendern entstandene ‚Fehler‘ nicht in die Bewertung einfließen – genauso wenig, wie Nicht-Gendern zu Nachteilen führen darf“, schlägt Promny vor und hofft, dass nun wieder die entscheidenden Themen der Bildungspolitik diskutiert werden. „Vom Lehrkräftemangel über das schlechte Abschneiden hessischer Schülerinnen und Schüler in vergleichenden Bildungsstudien bis zur fehlenden informatischen Bildung und Digitalisierung gibt es drängende Probleme, die zu lösen sind.“

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